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Forsaken World

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Dienstag, 15.03.2011 von Manfred Beck Specials Previews

Preview zu "Forsaken World"

Perfect World schickt sich an, mit „Forsaken World“ einen ganz neuen Zugang zum MMO-Genre zu schaffen. Für Einsteiger bestens geeignet und derzeit noch in der Closed Beta befindlich, das Spiel verspricht jetzt schon ein hohes Maß an Spielzufriedenheit. Mehr lest ihr in unserem Preview!

Und das soll die Closed Beta-Phase sein? Das dachte ich mir beim Starten von „Forsaken World“. Nachdem ihr aus fünf Rassen und acht Primärklassen einen Charakter erstellt habt, werdet ihr in die Geschichte von „Forsaken World“ eingeführt. Diese handelt vom Gott Dyos und seinem Gegenpart Nyos, wobei Dyos und andere Gottheiten Eyrda erschaffen haben. In eben dieser Welt beginnt euer Spiel. Wie das aussieht, wollt ihr wissen? Hier haben wir einen Trailer für euch!

Gameplay
Wie schon in jedem anderen Spiel auch beginnt euer Abenteuer mit der Definition eures eigenen Charakters. Ihr habt die Möglichkeit, aus acht Klassen sowie fünf Rassen auszuwählen, und darunter fallen die folgenden Optionen: Ihr dürft einen Menschen, Elfen, Zwergen, Steinmenschen oder einen dämonischen Kindred erstellen und den Charakter entweder männlich oder weiblich gestalten. Je nach Rasse stehen euch dann die jeweiligen Klassen frei, die da Krieger, Assassine, Magier, Priester, Barde, Schütze, Patriot und Vampir heißen. Habt ihr dann darüber hinaus auch das Aussehen angepasst (die Charaktere sehen jetzt schon sehr gut aus), startet das Spiel nach einer angenehm kurzen Ladezeit und ihr beginnt mit der Geschichte! Anhand eures Geburtsdatums wird das Sternzeichen festgelegt, welches eine Art Horoskop anbietet und euch eine kleine Hintergrundinfo verpasst. Als Stier war ich etwa ruhig und beständig, könnte mich aber in Extremsituationen durchsetzen. Gut! Ansonsten erwartet euch ein einsteigerfreundliches MMO, so ist das Dialogsystem (anders als in den Anfängen von „Craft of Gods“ beispielsweise) einfach gehalten, eine Auto-Route-Funktion lässt euch jederzeit zu Ihrem Ziel gelangen, feindliche Monster werden mit einem Icon gekennzeichnet, und die Quests sind bislang Variationen von Töten und Sammeln.

Dank einem Stoßgebet, im Spiel Offenbarung genannt, dürft ihr täglich euren Gott um ein Geschenk bitten, und es fällt immer etwas für euch ab. Lässig hierbei: Je länger ihr mit dem Gebet wartet, um so wertvoller werden die Belohnungen dafür. Die Gegner stehen in den Questgegenden herum und warten auf euren Angriff, die Schlachten gehen immer eins gegen eins, und die vielfältigen Skills wollen erst Level für Level freigeschaltet werden. Selbst, wenn ihr mitten in einer Horde von Monstern stehen solltet, greift euch kein Feind an, erst, wenn ihr einen Angriff startet, kommt einer der Gegner und klopft geduldig auf euren Charakter ein. Gleich beim Start fällt auf: Je nachdem, welche Rasse ihr gewählt habt, beginnt euer Abenteuer an einem anderen Ort. Als Zwerg fangt ihr also ganz zwergenklischeehaft in einer Höhle an, allerdings nicht, um Erze und Rohstoffe abzubauen, sondern damit, eure eigene Waffe zu bauen und damit die Welt zu erobern. Die Menschen wiederum haben ihren Stützpunkt in einer klassischen Stadt und werden anders von den Bewohnern der Welt in „Forsaken World“ gesehen, so ist das interessant und gefällt ganz gut!

Grafik und Sound
Optisch gibt es zwei Seiten an „Forsaken World“. Während die Charaktere mit einem immensen Detailgrad versehen wurden, was schon in der Charaktererstellung auffällt, sehen manche Texturen noch so aus, als ob sie nicht mal das Alpha-Stadium verlassen hätten. Aufgrund der großen Welt, die „Forsaken World“ besitzt, ist dies allerdings noch zu verschmerzen, darüber hinaus befindet sich das Game ja noch in der Closed Beta. Die Effekte sind gut gelungen, und der generelle Flair des Spiels kommt sehr gut rüber. Schon nach wenigen Spielminuten hat man sich an die Optik gewöhnt, und dem Spielen steht nichts mehr im Weg! Auch die Akustik gefällt durchaus. Zwar erinnert die Musik im Hintergrund eher an die Menümusik aus „Neverwinter Nights 2“, aber ist durchaus eingängig und lässt sich vergleichsweise leicht ignorieren. Ohrwurmqualität hat der Tune nicht, aber auch dieses Musikstück ist bestimmt noch Bestandteil der Veränderung und wir sind gespannt, was sich noch alles zu dem File hinzugesellen wird.

Steuerung
Die Menüs sind ziemlich schnell aufzurufen, und neben den alten Bekannten wie Fertigkeitenanzeige oder Inventar findet ihr auch noch Unmengen an Icons am oberen und unteren Bildschirmrand. Obwohl die Auto-Route-Funktion, das 1 gegen 1-Kampfsystem und die Anlehnung an bereits erhältliche MMO-Games unübersehbar sind und viel dazu beitragen, dass sich auch Anfänger in „Forsaken World“ wohlfühlen, gibt es eine gewisse Inkonsistenz. In Sachen Einheitlichkeit und Benutzerfreundlichkeit muss sich beim Interface noch einiges tun, und wir sind gespannt, was hierbei die nächsten Monate bringen!

Atmosphäre
Noch ist es so, dass „Forsaken World“ am typischen MMO-Problem leidet: Um an die Aufgaben zu kommen, wird jeder Text vom durchschnittlichen User übersprungen. Die Hintergrundgeschichte eures Charakter verkommt so zur absoluten Nebensache, denn wen interessiert, warum ihr gerade 10 Blüten benötigt oder 15 Steine sammeln sollt? Hier wäre eine Einschränkung der Auto-Route-Funktion eine Idee, aber das wäre wieder den Einsteigern gegenüber unfair. Lasst uns abwarten, was sich Perfect World hier noch einfallen lässt!

Zusammenfassung
Obwohl „Forsaken World“ sich in der geschlossenen Beta-Phase befindet, erstaunt das Spiel mit seiner Lebendigkeit und vor allem der Qualität. Bugs, in der Closed Beta eigentlich Alltag, kamen kaum vor und die Grafik wirkte teils sehr ausgereift: Hut ab! Was uns allerdings im Endprodukt erwarten wird, ist noch Gegenstand der Spekulation und kann noch nicht vorhergesehen werden. Es bleibt spannend an der MMO-Front, und wir bleiben für euch am Ball!

Pros

  • Gute Charakteroptik
  • Jede Rasse spielt sich anders
  • Sehr einsteigerfreundlich

Cons

  • Teils miese Texturen
  • Menüs etwas unübersichtlich
  • Kein einheitlicher Look

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